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| Mesterolon
Mesterolon
gehört zur Wirkstoffgruppe der Dihydrotestosteron-Derivate
(DHT), was die chemische Bezeichnung 1-Methyl-Dihydrotestosteron
offensichtlich macht. Zwar handelt es sich bei Mesterolon um eine
anaboles/androgenes Steroid, dennoch wird es nicht zum Zwecke des
Muskelaufbaus verwendet, sondern irrtümlicherweise als
Anti-Östrogen bzw. Aromatasehemmer und, korrekterweise, zur
Unterstützung einer Wettkampf-Diät und
Erhöhung der Libido. Weltweit bekannt
unter dem Markennamen Proviron
des pharmazeutischen Unternehmens
Schering, bietet Mesterolon einen Vorteil speziell für
Wettkampf-Athleten. Als Derivat des Dihydrotestosteron (DHT),
verfügt Mesterolon, wie andere DHT-Derivate wie Drostanolon
auch, über ein hohes Maß an Androgenität,
was besonders bei niedrigem Körperfettgehalt für ein
plastisches Aussehen der Muskulatur sorgt. Zudem bewirken Androgene
eine Wasseinlagerung innerhalb der Muskelzelle, was diese optisch
größer aussehen lässt. Alles Eigenschaften,
die sich Wettkämpfer natürlich gerne zum Vorteil
machen. Positiv
fällt in diesem Zusammenhang ebenfalls auf, dass Mesterolon
erfahrungsgemäß für einen geringeren
Wasserfilm unter der Haut sorgt, was auf eine ähnliche
diuretische Wirkung schließen lässt, wie man sie
auch bei Drostanolon beispielsweise zu Gesicht bekommt. Somit eignet
sich Proviron bzw. Mesterolon nicht nur hervorragend zum insgesamten
Verbessern der Optik der Muskulatur, sondern auch dafür, dass
diese durch eine geringe Wasserspeicherung optimal zur Geltung kommen. Weniger positiv
jedoch die klare Erkenntnis, dass Mesterolon nicht als
Anti-Östrogen bzw. Aromatasehemmer fungiert. Über
Jahrzehnte hinweg wurde behauptet, Mesterolon würde die
Umwandlung von Testosteron in Östrogene mittels des
Aromatase-Enzyms reduzieren bzw. komplett ausschalten. Weniger
Östrogen bedingte Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Verwendung
von Mesterolon während Kuren mit häufig stark
aromatisierenden Steroiden wie Testosteron waren hierbei vollkommen
ausreichend, um eine derart unhaltbare Aussage als Fakt
weiterzureichen. Weniger Östrogen bedingte Nebenwirkungen
treten zwar in der Tat beim Gebrauch von Mesterolon ins Auge, jedoch
entstammt dieser Effekt einer anderen Wirkung dieses Steroids:
Mesterolon konkurriert mit Testosteron um dessen Andock-Stelle an das
SHGB (Sexual Hormone Binding Globuline). Wenn dieses dort nicht
anbinden kann, verbleibt es ungebunden im Blutkreislauf und wird
anschließend in einer Art Stresssituation von der Leber
abgebaut, was im Endeffekt in einer Verringerung des
Testosteronspiegels mündet, was gleichbedeutend mit weniger
Aromatase-Aktivität ist. Selbiger Effekt ist zu erzielen, wenn
anstelle des zusätzlichen Mesterolon einfach weniger
Testosteron gegeben wird. Somit spart der Athlet nicht nur Kosten
für zuviel Testosteron, sondern gleichzeitig auch für
das Proviron.
Eine letzte
sinnvolle Verwendung findet Mesterolon zur Steigerung bzw. zum Erhalt
der Libido. Gerade in Kuren mit Nortestosteron-Derivaten wie Trenbolon
ist ein schneller Libidoverlust in der Regel nicht zu verhindern.
Mesterolon kann hier Abhilfe schaffen, in dem es den Androgenspiegel
hoch hält und die negativen Effekte der Progesteronwirkung der
Nortestosteron-Derivate etwas auskontert. Vorsicht sollte jedoch
während Absetzphasen von Steroiden angeraten sein, denn hier
hat Mesterelon rein gar nichts verloren. Zwar ist es richtig, dass
Mesterolon einen Libidoverlust ausgleichen kann, was speziell in der
Absetzphase von Steroiden ein Thema ist. Jedoch muss bedacht werden,
dass es sich bei Mesterolon um ein anaboles/androgenes Steroid handelt,
das selbstverständlich auch in die natürliche
Eigenhormonproduktion des Körpers eingreift und somit den
eigentlichen Nutzen einer Absetzphase, nämlich die Erholung
der körpereigenen Hormonproduktion, negiert. In Deutschland
ist Proviron offiziell seit 2005 nicht mehr erhältlich, der
Bedarf wird jedoch mit offiziellen Apothekenprodukten aus dem Ausland
gedeckt. Proviron mit 25mg Mesterolon pro Tabletten kostet auf dem
Anabolika-Schwarzmarkt zwischen 0,25 und 0,50 Euro.
Untergrundlaboratorien und Homebrewer bieten diesen Wirkstoff auf Grund
geringer Nachfrage nur selten an. |
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