Letrozol
Der
Aromatasehemmer Femara
(Wirkstoff Letrozol) stellt den Beitrag des Pharmakonzerns Novartis zur
Wirkstoffgruppe der Aromatasehemmer der dritten Generation dar. Neben
den
Aromatasehemmern Arimidex (Anastrozol)
und Aromasin (Exemestan)
gehört Femara
zu den drei im Bereich des Bodybuildings am häufigsten
eingesetzten
Aromatasehemmern. Bezüglich Struktur und Wirkung ist der
Wirkstoff Letrozol des
Aromatasehemmers Femara dem Wirkstoff Anastrozol des Aromatasehemmers
Arimidex
sehr ähnlich wobei die Gesamtwirkung das Wirkstoffes Letrozol
etwas stärker als
die von Anastrozol sein dürfte. Wie alle anderen
Aromatasehemmer auch wurde
Femara zum Einsatz bei der Behandlung von Brustkrebs entwickelt und
kommt dann
zum Einsatz, wenn Östrogenrezeptorblocker wie Tamoxifen (Nolvadex)
versagen.
Aromatasehemmer
wie Femara blockieren
das Aromatase-Enzym, welches für die Umwandlung von Testosteron
in Östrogen
benötigt wird. Hieraus resultiert eine starke Senkung der
Östrogenspiegel im
Körper, die laut wissenschaftlicher Untersuchungen beim
Wirkstoff Letrozol bei
bis zu 75% liegt. Bei Letrozol handelt es sich um einen Aromatasehemmer
vom Typ
II, was bedeutet, dass er konkurrierend mit Testosteron und
aromatisierenden
anabolen androgenen Steroiden an das Aromatase-Enzym andockt und so
dessen
Wirkung blockiert.
Im Bereich des
Bodybuildings gibt
es für Aromatasehemmer wie Femara drei Einsatzgebiete:
- Die
Reduzierung östrogenbedingter Nebenwirkungen stark
aromatisierender anaboler
androgener Steroide wie Dianabol
oder Testosteron
während der Aufbauphase. - Die
Unterstützung des Fettabbaus und die Förderung eines
trockenen harten Aussehens
während der Wettkampfvorbereitung
- Die
Unterstützung der Wiederherstellung der körpereigenen
Testosteron-Produktion
nach Beendigung eines Steroidzyklus
Wenn es um die
Reduzierung
östrogenbedingter Nebenwirkungen wie Gynäkomastie
oder starke
Wassereinlagerungen geht, die beim Einsatz anaboler androgener Steroide
häufig
vorkommen, dann sollte beim Einsatz von Aromatasehemmern wie Femara berücksichtigt
werden, dass durch eine zu
starke Reduzierung des Östrogenspiegels auch einige den
Muskelaufbau und die
Gesundheit fördernden Wirkungen des Östrogens
verloren gehen. Mit anderen
Worten gesagt bedeutet dies, dass
der
Muskelaufbau mit großer Wahrscheinlichkeit verlangsamt wird,
wenn der
Östrogenspiegel durch den Einsatz eines Aromatasehemmers wie
Femara gesenkt
wird. Weiterhin besteht die Gefahr, dass sich die Cholesterinwerte
verschlechtern, da Östrogene den Spiegel des
„guten“ HDL Cholesterins erhöhen und
eine Verstoffwechslung des „schlechten“ LDL
Cholesterins fördern kann.
Östrogenrezeptorblocker
wie
Tamoxifen (Nolvadex) und Clomifen
(Clomid)
können in vielen Fällen
östrogenbedingte Nebenwirkungen anaboler androgener Steroide
in ausreichendem
Maße reduzieren. Diese Verbindungen sind einerseits sehr viel
kostengünstiger
als Aromatasehemmer wie Femara und andererseits besitzen sie einen
positiven
Einfluss auf die Cholesterinwerte, da sie in der Leber ähnlich
wie Cholesterin
wirken. Ein anderes Szenario ergibt sich, wenn eine bereits bestehende
Gynäkomastie behandelt werden soll. Im Rahmen einer mit Ratten
durchgeführten Studie
konnte gezeigt werden, dass der Wirkstoff Letrozol eine bestehende
Gynäkomastie
vollständig beseitigen kann. Dies wird durch anekdotenhafte
Berichte von
Bodybuildern bestätigt, die den Aromatasehemmer Femara zu
diesem Zweck in einer
Dosierung von 2,5mg Letrozol pro Tag eingesetzt haben.
Das
Haupteinsatzgebiet des
Aromatasehemmers Femara ist im Bereich des Bodybuildings die
Wettkampfvorbereitung.
Da Östrogen sowohl die Fetteinlagerung als auch die
Einlagerung von Wasser im
Körper fördert, kann durch eine Reduzierung des
Östrogenspiegels sowohl ein
beschleunigter Fettabbau als auch ein härteres, trockeneres
Aussehen erreicht
werden.
Da alle
Aromatasehemmer inklusive
Femara sowohl den Testosteron-Spiegel als auch den Spiegel des LH
Hormons
deutlich anheben können, werden diese Aromatasehemmer auch
gerne nach der
Beendigung eines Steroidzyklus eingesetzt, wenn es
hauptsächlich darum geht,
die körpereigene Hormonproduktion wieder in Gang zu bringen.
Im
medizinischen Bereich liegt die
beim Aromatasehemmer Femara verwendete Dosierung bei 2,5mg Letrozol pro
Tag.
Klinische Studien haben jedoch gezeigt, dass es bereits im
Dosierungsbereich
von 0,1 bis 0,5 mg Letrozol zu einer 75%-igen Unterdrückung
der
Östrogenproduktion kommen kann. Diese Erkenntnis spiegelt sich
auch in der von
Bodybuildern üblicherweise eingesetzten Dosierung des
Aromatasehemmers Femara
wieder. Wenn es um eine Reduzierung östrogenbedingter
Nebenwirkungen geht, dann
reichen die beobachteten Dosierungen von 0,25mg bis 1,25mg Letrozol pro
Tag. Da
der Wirkstoff Letrozol eine Halbwertszeit von mehr als zwei Tagen
besitzt, sollte
die Einnahme jeden zweiten oder dritten Tag völlig ausreichen.
Wie schon bei
den Aromatasehemmern
Arimidex und Aromasin liegt auch bei Femara die bei Bodybuildern
während der
Wettkampfvorbereitung eingesetzte Dosierung deutlich höher.
Einnahmemengen von
2,5mg Letrozol, die oft noch mit Östrogenrezeptorblockern wie
Tamoxifen
kombiniert werden, sind hier die Norm. Bei der Unterstützung
der Wiederaufnahme
der körpereigenen Testosteron-Produktion liegt die beobachtete
Dosierung des
Aromatasehemmers Femara bei durchschnittlich 1,25 mg Letrozol.
Wenn man den
Preis pro verwendeter
Dosierung betrachtet, ist der Aromatasehemmer Femara in etwa genauso
teuer wie
Arimidex und Aromasin. Dies bedeutet einen Apothekenpreis von fast
200,00 Euro pro
30 Tabletten Femara a 2,5 Milligramm Letrozol. Billiger sind Kopien von
Underground
Laboratorien, die je nach Quelle etwa bei der Hälfte des
Apothekenpreises
liegen dürften.
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