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| Levothyroxin
(T4)
Levothyroxin
ist eines der im Körper natürlich vorkommenden
Schilddrüsenhormone, welches
besser unter seiner Kurzbezeichnung T4 oder dem Präparatnamen
Euthyrox bekannt
sein dürfte. Levothyroxin ist das
Schilddrüsenhormon, das von der
Schilddrüse direkt hergestellt wird, wogegen das
Schilddrüsenhormons
Liothyronin (Cytomel,
T3) im Körper durch enzymatische Konvertierung des
Schilddrüsenhormons Levothyroxin (T4) entsteht.
Da eine
Schilddrüsenunterfunktion in der Regel darauf beruht, dass die
Schilddrüse zu
geringe Mengen des Schilddrüsenhormons Levothyroxin (T4)
produziert, wird in
der Medizin fast immer das
Schilddrüsenhormon-Präparat Euthyrox verschrieben.
Das Schilddrüsenhormon Liothyronin (T3) wird nur in seltenen
Fällen
verschrieben, wenn die Umwandlung des Schilddrüsenhormons
Levothyroxin (T4) in
das Schilddrüsenhormon Liothyronin (T3) im Körper
gestört ist. Diese Tatsache
spiegelt sich auch darin wieder, dass es deutlich mehr unterschiedliche
Schilddrüsenhormon-Präparate auf dem Markt gibt, die
das Schilddrüsenhormon
Levothyroxin (T4) enthalten.
Die
Aufgabe von Schilddrüsenhormonen im Körper besteht in
der Regulation der
oxidativen Verstoffwechslung von Fett, Kohlenhydraten und Protein.
Anders
ausgedrückt sind Schilddrüsenhormone für die
Höhe des Stoffwechselgrundumsatzes
verantwortlich, welcher die Menge an Kalorien repräsentiert,
die im Ruhezustand
während eines gegebenen Zeitraums verbrannt wird. Dies
bedeutet vereinfacht
gesagt, dass der Grundumsatz niedrig ist, wenn die Spiegel der
Schilddrüsenhormone niedrig sind und dass er steigt, wenn die
Spiegel der
Schilddrüsenhormone hoch sind.
An
dieser Stelle ist es jedoch nicht ganz richtig von
Schilddrüsenhormonen im
Allgemeinen zu sprechen, da von den beiden wichtigsten
Schilddrüsenhormonen Levothyroxin
(T4) und Liothyronin (T3) nur das Schilddrüsenhormon
Liothyronin (T3) im
Körpergewebe direkt aktiv ist. Das Schilddrüsenhormon
Levothyroxin (T4) muss
erst mittels enzymatischer Konvertierung in das
Schilddrüsenhormon Liothyronin
(T3) umgewandelt werden, um aktiv zu werden. Die enzymatische
Umwandlung des
Schilddrüsenhormons Levothyroxin (T4) in das
Schilddrüsenhormon Liothyronin (T3)
geschieht mit Hilfe des Enzyms Dejodinase, welches vom
Schilddrüsenhormon
Levothyroxin (T4) ein Jodatom abspaltet, wodurch das das
Schilddrüsenhormon
Liothyronin (T3) entsteht.
Die
aktive Wirkung des Schilddrüsenhormons Levothyroxin (T4) ist
also von zwei
Faktoren abhängig: der Menge der verfügbaren
Dejodinase und der verfügbaren
Menge des Schilddrüsenhormons Levothyroxin (T4). Genau an
dieser Stelle liegt
das Hauptproblem beim Einsatz des
Schilddrüsenhormon-Präparats Euthyrox (Levothyroxin)
im
Rahmen einer Diät oder der Wettkampfvorbereitung: wenn der
Körper feststellt,
dass ein Kaloriendefizit vorliegt, versucht er, um ein Verhungern zu
vermeiden,
Energie zu sparen. Dies geschieht unter anderem dadurch, dass der
Stoffwechselgrundumsatz reduziert wird. Diese Reduzierung beruht zum
Teil auf
einer reduzierten Produktion des Enzyms Dejodinase. Wenn jedoch weniger
Dejodinase vorhanden ist, dann können auch nur geringere
Mengen des inaktiven
Schilddrüsenhormons Levothyroxin (T4) in das aktive
Schilddrüsenhormon
Liothyronin (T3) umgewandelt werden. Dies bedeutet, dass eine Einnahme
des
Schilddrüsenhormon-Präparats Euthyrox (T4) im Lauf
einer Diät recht bald
deutlich an Wirkung verliert. Aus diesem Grund ist auch die in
Steroid-Handbüchern oft zu findende Aussage, dass das
Schilddrüsenhormon
Levothyroxin (T4) etwa um den Faktor 4 schwächer als das
Schilddrüsenhormon
Liothyronin (T3) wirkt, nicht uneingeschränkt gültig.
Diese Angabe gilt nur
dann (in gewissem Rahmen), wenn ausreichend Dejodinase zur Umwandlung
des Schilddrüsenhormons
Levothyroxin (T4) in das
Schilddrüsenhormon Liothyronin (T3) vorhanden ist.
Inwieweit
an dieser Stelle die gleichzeitige Einnahme von Ephedrin Abhilfe schaffen
kann,
ist ungeklärt. Ephedrin erhöht bei Dauereinnahme nach
etwa einem Monat der
Einnahme die Konvertierungsrate des Schilddrüsenhormons
Levothyroxin (T4) in
das Schilddrüsenhormon Liothyronin (T3). Inwieweit (und ob
dies überhaupt
möglich ist) diese Erhöhung der Konvertierungsrate
die Reduzierung der
Dejodinaseproduktion im Rahmen einer kalorienreduzierten Diät
wieder
ausgleichen kann, ist nicht bekannt.
Fazit
ist, dass das Schilddrüsenhormon-Präparat Euthyrox
(Levothyroxin) zum Zweck der
Diätunterstützung nur begrenzt Sinn macht.
Für diesen Anwendungszweck sehen
viele Anwender das Schilddrüsenhormon Liothyronin (T3) als die
weitaus bessere
Wahl an. Die Mehrzahl aller Athleten ist sich darüber einig,
dass es, wenn man
das Schilddrüsenhormon Liothyronin (T3) bekommen kann,
eigentlich keinen Grund
dafür gibt, eine Einnahme des
Schilddrüsenhormon-Präparats Euthyrox (T4) auch
nur in Betracht zu ziehen.
Gelegentlich
wird das Schilddrüsenhormon-Präparat Euthyrox auch
während der Massephase
eingesetzt, da es den Stoffwechselgrundumsatz erhöht und somit
mehr Kalorien
verbrannt werden. Somit wird man auch bei einer Ernährung, die
hauptsächlich
aus Junkfood und Burgern besteht, nicht
übermäßig fett. Der Sinn einer solchen
Vorgehensweise, bei der man versucht die negativen Auswirkungen einer
krassen
Fehlernährung mit Hilfe von Schilddrüsenhormonen
auszugleichen, ist jedoch mehr
als fraglich. Weiterhin regen Schilddrüsenhormone den
Proteinstoffwechsel an,
was bei gleichzeitiger hoher Proteinzufuhr in Verbindung mit anabolen
Steroiden
in einer gesteigerten Proteinsynthese resultieren kann.
In der
Praxis berichten Athleten von einer Dosierung zwischen 200 und 400 mcg,
wenn das
Schilddrüsenhormon-Präparat Euthyrox (T4) im
Rahmen einer Diät eingesetzt
wird. Hierbei wird die Einnahme meist mit einer Dosierung von 100 mcg
begonnen und alle ein bis zwei Tage um 25 bis 50 mcg erhöht,
bis gewünschte
maximale Einnahmemenge erreicht ist. Um eine zu starke
Unterdrückung der körpereigenen
Schilddrüsenhormonproduktion zu vermeiden, nehmen die meisten
Sportler Levothyroxin nicht länger als 6 bis
8 Wochen am Stück
ein. Am Ende der Einnahmephase wird die Dosierung von den meisten
Anwendern langsam
alle 2 bis 3 Tage um 25 bis 50 mcg reduziert, bis diese wieder bei null
angelangt ist. Hierdurch bekommt der Körper die
Möglichkeit sich an den
sinkenden Hormonspiegel zu gewöhnen und die
Schilddrüse kann auf die sinkende
exogene Zufuhr des Schilddrüsenhormons Levothyroxin (T4)
reagieren und die
Eigenproduktion langsam wieder hochfahren.
Aufgrund
der langen Halbwertszeit des
Schilddrüsenhormon-Präparats Euthyrox (Levothyroxin)
sehen
die meisten Anwender eine einmal tägliche Einnahme als
ausreichend an. Da
Kalzium Schilddrüsenhormone im Verdauungstrakt bindet und
unwirksam macht, wird
im Bereich der medizinischen Anwendung empfohlen, das
Schilddrüsenhormon-Präparat
Euthyrox (T4) nicht zusammen mit kalziumhaltigen
Mineralstoffpräparaten oder
Milch einzunehmen. Das Schilddrüsenhormon Levothyroxin (T4,
Euthyrox) wird
deshalb in der Praxis von den meisten Anwendern frühestens 2
Stunden nach dem
Verzehr kalziumreicher Nahrungsmittel eingenommen und für eine
Dauer von 2
Stunden nach der Einnahme verzichten diese Anwender auf den Verzehr
kalziumreicher Nahrungsmittel.
Da das
Schilddrüsenhormon Levothyroxin (T4), wie alle anderen
Schilddrüsenhormone auch,
katabol wirkt, wird es praktisch nur in Verbindung mit anabolen
Steroiden
eingenommen, um so einem Muskelabbau vorzubeugen, der dadurch zustande
kommt,
dass der Energiebedarf aufgrund eines gesteigerten Stoffwechselumsatze
in
gleichem Maße über Fett, Kohlenhydrate und leider
auch Protein gedeckt wird.
Nebenwirkungen
einer Einnahme des Schilddrüsenhormons Levothyroxin (T4)
können Zittern,
übermäßiges Schwitzen, Durchfall,
Schlaflosigkeit, Übelkeit, gesteigerte
Herzfrequenz, innere Unruhe und Gewichtsverlust umfassen. Falls zu
starke Nebenwirkungen
auftreten, hilft nur eine Reduzierung der Einnahmedosis oder eine
Beendigung der Einnahme. Auch in diesem Fall schleichen
die meisten Anwender die Dosis langsam aus, da es sonst zu weiteren
unangenehmen Nebenwirkungen kommen kann
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