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Yohimbin
Yohimbin
ist ein natürliches Indol-Alkaloid, das speziell in der Rinde
des afrikanischen Strauchgewächses Pausinystalie Yohimbe zu
finden ist. Es handelt sich bei Yohimbin um ein Sympathomimetikum
(ähnlich wie Ephedrin) -
einen Alpha-Rezeptoren-Blocker, um genau zu sein, mit einigen
interessanten Eigenschaften für beiderlei Geschlecht und
Sportler.
Yohimbin wurde
erstmalig im Jahre 1895 von Leopold Spiegel aus der Rinde des
Yohimbe-Gewächses synthetisiert, 1900 erfolgte die
Patentierung und erstmalige Vermarktung unter dem Markennamen
Yohimbin-Spiegel, welcher bis heute zugegen ist. Genanntes
Yohimbin-Präparat kann selbst heutzutage noch in der deutschen
Apotheke bezogen werden und enthält jeweils 5mg Yohimbin HCL
pro Tablette. Yohimbin wird jedoch schon viel länger
angewendet, von afrikanischen Naturvölkern traditionell als
Aphrodisiakum. Dies begründet sich durch eine stark
durchblutungsfördernde Wirkung des Yohimbin. Speziell der
Schambereich scheint hier betroffen, weshalb Yohimbin vor dem Siegeszug
moderner PDE-5-Hemmer wie Viagra und Cialis als Standardtherapie bei
erektiler Dysfunktion (Impotenz) galt. Die durch Yohimbin
ausgelöste stärkere Durchblutung der Geschlechtsteile
sorgt zum einen für eine schnellere und intensivere
Füllung der Schwellkörper des männlichen
Penis, was in einer Erektion mündet. Zum anderen sorgt die
stärkere Durchblutung für eine höhere
Sensibilität auf Berührungen, was besonders weibliche
Anwender bestätigen, die hierdurch schneller und intensiver
zum Orgasmus kommen. Yohimbin stellt somit sowohl für den Mann
als auch für die Frau eine sinnvolle Hilfe bei sexuellen
Funktionsstörungen dar.
Ein
anderes
Anwendungsgebiet haben Sportler für sich entdeckt. Durch
regelmäßige Einnahme von Yohimbin wird
nämlich die Fettverbrennung gesteigert. Wie zuvor
erwähnt, entfaltet Yohimbin die Wirkung eines
Alpha-Rezeptoren-Antagonisten, d.h. Yohimbin blockiert die
Aktivität dieser Rezeptoren. Alpha-Rezeptoren finden sich
besonders in hartnäckigem Fettgewebe wieder. Werden die
Rezeptoren nun aktiv, ist dies gleichbedeutend mit der Einwilligung des
Körpers, an dieser Stelle Körperfett anzulagern.
Werden diese Rezeptoren blockiert, z.B. durch die Gabe von Yohimbin,
bedeutet dies für den Körper, dass hier
optimalerweise kein Körperfett gespeichert werden sollte. Mehr
noch, in dieser Region wird nach Blockierung durch Yohimbin besonders
bereitwillig gespeichertes Depotfett ins Blut abgegeben, wo es in
Fettsäuren gespalten und als Energie zur Verfügung
gestellt wird. Besonders in Kombination mit körperlicher
Betätigung kann die Gabe von Yohimbin somit zu einem
merklichen Fettabbau führen.
Anwender
vergleichen die Wirkung des Yohimbin mit der des Ephedrin, nur mit dem
Unterschied, dass durch Yohimbin-Gabe auch speziell in den
Problemzonen, die besonders viele Alpha-Rezeptoren beherbergen, Fett
abgebaut wird. Aus diesem Grund bieten einige Supplement-Hersteller
auch spezielle Cremes mit Yohimbin-Anteil an, die lokal aufgetragen
wird und die punktuelle Fettverbrennung noch weiter verbessern soll.
Das bekannteste Präparat stellt hier das Yohimburn dar.

Aber auch oral
eingenommen entfaltet Yohimbin eine spürbare Wirkung. Zu
Beginn der Einnahme bemerkt der Anwender zuerst eine leichte
Wasserspeicherung, was für Yohimbin typisch ist. Im Laufe von
maximal zwei Wochen gibt sich dies aber und die Fettverbrennung kommt
fühl- und sehbar in Gang. Speziell auch in Kombination mit
Ephedrin können hier hervorragende Ergebnisse erzielt werden,
auch wenn hier deutlich gemacht werden muss, dass sich durch
kombinierte Einnahme die für beide Wirkstoffe typischen
Nebenwirkungen wie Zittern, Überstimulation des Zentralen
Nervensystems, übermäßiges Schwitzen,
Schlaflosigkeit und Nervosität verstärken.
Interessierte Anwender sollten hier Risiko/Nutzen gegeneinander
abwägen und sich im Zweifelsfall für die alleinige
Einnahme von Yohimbin entscheiden.
Anwender, die mit Hilfe von Yohimbin die Fettverbrennung anregen
möchten, verwenden für gewöhnlich bis zu
dreimal täglich 5-10mg Yohimbin, alternativ wird die Einnahme
von 10-15mg Yohimbin direkt vor dem Training praktiziert. Wer eine
Kombination aus Yohimbin und Ephedrin verwenden möchte,
benutzt diese Kombination ebenfalls bis zu dreimal täglich
5-10mg Yohimbin, zusätzlich kommen dann 10-25mg Ephedrin zum
Einsatz. Alternativ wird auch hier die Anwendung von jeweils 10-15mg
Yohimbin plus zusätzlich 10-25mg Ephedrin praktiziert. Wer
Yohimbin mit Ephedrin kombiniert, setzt sich dem Risiko ernsthafter
Nebenwirkungen, z.B. einem Kreislaufkollaps, aus. Empfehlenswert ist
diese Kombination zumindest im Breitensport nicht. Speziell weibliche
Sportler sollten von der Yohimbin-/Ephedrin-Kombination Abstand nehmen,
da diese oftmals einen weitaus instabileren Kreislauf besitzen als ihre
männlichen Gegenstücke.
Erhältlich
ist Yohimbin in zweierlei Form. Zum einen in Form eines Extraktes, hier
wird pulverisierte Yohimbe-Rinde in Kapsel- oder Tablettenform
angeboten. Dieser Yohimbe-Extrakt enthält u.a. den aktiven
Wirkstoff Yohimbin, jedoch selten in exakt bestimmbarer Dosierung. Eine
wahrlich bessere Alternative stellt hier reines Yohimbin dar, in der
Regel mit Hydrochlorid (HCL) verbunden. Alle erhältlichen
Apotheken-Präparate enthalten als aktiven Wirkstoff Yohimbin
HCL, u.a. das im ersten Abschnitt erwähnte Yohimbin-Spiegel.
Auf dem
Schwarzmarkt sind deutsche Yohimbin-Präparate aus der Apotheke
für gewöhnlich nicht zu finden. Lediglich das
französische Yohimbine Houdé und Yohimbin von
International Pharmaceuticals sind regelmäßig
beziehbar. Erstes Präparat enthält 2mg Yohimbin HCL
pro Tablette, zuletzt genanntes 10mg Yohimbin HCL.
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