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IGF-1
Das
Peptidhormon IGF-1, der Insulinlike Growth Factor 1
(Insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1),
gehört zur selben Hormongruppe wie das Insulin, auch wenn es
vorrangig eher mit dem Wachstumshormon in Verbindung gebracht wird.
IGF-1 wurde
erstmalig im Jahre 1957 erwähnt und galt damals vorrangig als
Knorpelwachstumssubstanz. Erst Jahrzehnte später wurde das
komplette Wirkungsspektrum des IGF-1 klar, das neben erwähntem
Knorpelwachstum u.a. auch den Aufbau anderen Gewebes fördert,
was der Hauptgrund für Bodybuilder ist, IGF-1 einzusetzen.
In der Literatur
wird darauf hingewiesen, dass IGF-1 das Wachstum jeden
wachstumsfähigen Gewebes begünstigt, was neben der
Skelettmuskulatur auch Organe miteinschließt. In der
wissenschaftlichen Literatur wird deshalb ganz klar darauf hingewiesen,
dass IGF-1 zur alleinigen Wachstumsbeschleunigung von
Skelettmuskulatur, z.B. bei Gewichtsverlust bei
Mangelernährung oder nach Krankheiten, nicht eingesetzt werden
sollte. Zwar reagieren die Organe weniger sensibel auf den vom IGF-1
ausgehenden Wachstumsstimulus, jedoch sprechen die Bilder von extrem
definierten Wettkampf-Bodybuildern mit dicken Bäuchen eine
andere Sprache. Hier scheinen die inneren Organe einem großen
Wachstumsreiz ausgesetzt gewesen zu sein.
Auf die
Fettverbrennung wirkt IGF-1 zwar auch, jedoch in geringerem
Maße als Wachstumshormon, von dem ein direkt
fettverbrennender Effekt ausgeht. Wer vornehmlich an einem Fettverlust
interessiert ist, sollte eher auf Wachstumshormon denn auf IGF-1
setzen, zumal die unerwünschten Nebenwirkungen hierbei
geringer ausfallen.
Athleten, die
IGF-1 verwenden, benutzen in der Regel IGF-1 Long R3, eine spezielle
und von der Firma GroPep in Australien entwickelte und patentierte
IGF-1-Form, die bis zu dreimal wirksamer erscheint als
herkömmliches IGF-1.
Eine sehr gute
Frage ist, wie groß die Chance ist, dass auf dem Schwarzmarkt
erworbenes IGF-1 Long R3 echt ist. Auf der einen Seite steht
der Fakt, dass IGF-1 Long R3 von GroPep patentiert und, streng
genommen, nur von diesem Konzern hergestellt und vertrieben werden
darf. Auf der anderen Seite stehen jedoch die Chinesen, die so ziemlich
alles herstellen, was Geld bringt, Lizenzen und Patente hin oder her.
Es ist daher mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das
derzeit erhältlich IGTropin, das vorgibt, echtes IGF-1 Long R3
zu enthalten, auch echtes IGF-1 Long R3 enthält.
Studien mit
Athleten sind nicht existent, weshalb die korrekte Dosierung mehr oder
weniger ein Rätselraten darstellt. Athleten, die IGF-1 Long R3
bereits verwendet haben, sind einheitlich der Meinung, dass Dosierungen
unter 20mcg pro Tag keine Resultate bringen, wobei der optimale Nutzen
erst bei 100-200mcg pro Tag zu verspüren sei. Bei einem
Schwarzmarktpreis von 400,00-700,00 Euro für ein Kit mit 1mg
(10 x 100mcg) ein sehr teurer Spaß.
Die
täglich verwendete IGF-1 Long R3 Dosis wird für
gewöhnlich auf zwei gleichgroße Injektionen pro Tag
verteilt, um einen möglichst gleichmäßigen
Wirkstoffspiegel im Blut zu erreichen, wobei eine Injektion stets nach
dem Training erfolgen sollte, da hier vom größten
wachstumssteigernden Effekt auszugehen ist. Eine Kur geht für
gewöhnlich über 4, maximal 6 Wochen, gefolgt von
einer mindestens gleichlangen Pause. Der Grund hierfür stellt
in erster Linie nicht das hohe Nebenwirkungspotential, sondern vielmehr
eine Art Gewöhnungseffekt dar. Zudem steigt mit zunehmender
Anwendungsdauer die Gefahr einer Antikörperbildung.
IGF-1 wird von
Athleten verwendet, denen alles egal ist und die für ein
Kilogramm mehr Muskelmasse alles tun würden. Jene Sportler,
denen ihre Gesundheit am Herzen liegt, verwenden IGF-1 nicht und
sollten über einen Einsatz auch zu keinem Zeitpunkt nachdenken.
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