 |

|
Insulin
Insulin
ist eines der
stärksten und lebenswichtigsten Hormone. Gebildet wird es in
der
Bauchspeicheldrüse und ist dafür zuständig,
im Blut befindliche
Nährstoffe an ihre Zielorte, wie Gehirn, Leber und Muskulatur
zu
bringen. Ohne Insulin würde kein Nährstofftransport
stattfinden und der
Körper lebensbedrohlich überzuckern -
Schäden an Augen, Nieren, Nerven
und Herzen wären unter anderem die Folge.
Eine Krankheit,
die in direktem Zusammenhang mit Insulin steht, ist Diabetes, von dem
es zwei verschiedene Arten gibt:
Diabetes
Typ I
Bei
Diabetes Typ I produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin
mehr und
der Organismus ist auf die exogene Zufuhr in Form von
regelmäßigen
Insulin-Injektionen angewiesen.
Diabetes
Typ II
Bei
Typ II Diabetes reagieren die Insulin-Rezeptoren, an die das Insulin
andocken muss, um aktiv zu werden, nicht mehr sensibel genug und es
muss folgedessen immer mehr Insulin ausgeschüttet werden, um
eine
Wirkung zu erzielen. Langfristig führt diese Form des Diabetes
zu
Diabetes Typ I, sofern er unbehandelt bleibt. Inuslin-Injektionen sind
bei Typ II Diabetes nicht notwendig. Lediglich Medikamente, die die
Insulin-Sensibilität der Rezeptoren erhöhen, wie
beispielsweise
Metformin, werden hier verschrieben. Auch natürliche
Nahrungsergänzungen wie Fischöl und Zimt
können hier helfen.
Bevor Sie nun
weiterlesen, hier eine ernstgemeinte Warnung:
Der
Einsatz von exogenem Insulin kann bei Nicht-Diabetikern zu
lebensbedrohlichen Unterzuckerungen führen! Von
einer Anwendung wird
dringend abgeraten!
Viele
Athleten sind der Meinung, dass Insulin nur Resultate in Verbindung mit
Wachstumshormon erzielt, doch dies ist definitiv falsch. Bei der
Anwendung von Wachstumshormon steigt der Bedarf an Insulin und das
Wachstumshormon kann, zumindest dann, wenn es zum Muskelaufbau
eingesetzt wird, was ein sehr umstrittenes Thema ist, nur dann optimal
wirken, wenn u.a. ausreichend Insulin zur Verfügung steht,
jedoch ist
Insulin auch ohne Wachstumshormon ein potentes Muskelaufbaumittel.
Da
Insulin, wie eingangs erwähnt, den Nährstofftransport
u.a. in die
Muskulatur erhöht, steigt die Kohlenhydrat- und
Proteinanhäufung im
Muskel, was schnell zu einem echten Massegewinn führt.
Allerdings muss
hierbei beachtet werden, dass Insulin auch Nährstoffe in das
Fettgewebe
befördert, weshalb ein Großteil der Athleten, die
Insulin falsch
anwenden, schlicht und ergreifend fett, nicht muskulös,
werden.
Erfahrene
Athleten haben im Laufe der Jahre einen Weg gefunden, um die stark
anabole Wirkung des Insulin fast ausschließlich zum
Muskelaufbau zu
nutzen, ohne dabei an Fettgewebe zuzulegen. Das folgende Schema dient
einzig und allein der allgemeinen Information und sollte nicht als
Anleitung missverstanden werden. Eine
inkorrekte Verwendung von Insulin kann im schlimmsten Fall zum Tod
führen! Behalten Sie dies bitte bei der Aufnahme der
nachfolgenden
Informationen im Hinterkopf!
Es sind drei unterschiedliche Arten von exogenem
Insulin erhältlich:
- Kurzwirksames
und ultrakurzwirksames Insulin, welches eine maximale Wirkungsdauer von
8 Stunden besitzt
- Intermediärwirksames
Insulin, welches eine maximale Wirkungsdauer von 24 Stunden besitzt
- Langfristig
wirksames Insulin, welches eine maximale Wirkungsdauer von 36 Stunden
besitzt
Dopende
Sportler verwenden ausschließlich kurzwirksames, im
Optimalfall
ultrakurzwirksames Insulin. Letzteres besitzt eine maximale
Wirkungsdauer von 3 Stunden, was optimal dazu geeignet ist, ein
anaboles Fenster zu schaffen und auszunutzen und parallel dazu die
Risiken zu minimieren.
Das anabole Fenster wird im Normalfall
direkt nach dem Training geöffnet. In diesem Stadium nimmt der
Körper
besonders bereitwillig Nährstoffe auf. Ein optimaler
Zeitpunkt, um dies
mit Hilfe von Insulin weiter auszubauen. Indem man direkt nach dem
Training ultrakurzwirksames Insulin injiziert und gleichzeitig eine
große Menge an Nährstoffen zu sich nimmt, steigert
man zum einen die
Kohlenhydratspeicherung, zum anderen die Proteinanhäufung im
Muskel,
was zwei entscheidende Vorteile mit sich bringt:
Umgehung des
natürlichen Glycogenwiederaufbaus
Werden
nach dem Training nur Nährstoffe ohne exogenes Insulin
zugeführt,
werden auf Grund normaler Abläufe im Körper, zuerst
die
Kohlenhydratspeicher in der Leber gefüllt, erst danach ist die
Muskulatur an der Reihe. Werden an diesem Punkt zu wenig Kohlenhydrate
zugeführt, kann die Muskulatur leer ausgehen, was den
Muskelaufbau und
die Regeneration stark beeinträchtigt. Durch die Zufuhr von
exogenem
Insulin wird dieses Gesetz gebrochen und zuerst die Muskulatur mit
Kohlenhydraten versorgt. Dies sorgt für eine immens
beschleunigte
Regeneration - einer der Gründe, warum Sportler, die mit
Insulin dopen,
fast täglich mit Volldampf trainieren können.
Schnelle Versorgung
der Muskulatur mit Protein/Aminosäuren
Nach
einer Insulininjektion zugeführte Nährstoffe wandern
direkt dorthin, wo
sie den für Sportler optimalsten Nutzen entfalten: in die
Muskulatur.
Werden nach einer Insulin-Injektion Aminosäuren
zugeführt, so gelangen
diese auf direktem Wege in die Muskulatur. In Kombination mit der stark
beschleunigten Kohlenhydratladung erreicht der Anwender nun den
Optimalstatus: die Muskulatur füllt sich mit Kohlenhydraten
und
zeitgleich findet mit Hilfe der zugeführten
Aminosäuren ein
Muskelaufbau statt.
Die Kohlenhydrate- und Aminosäurenzufuhr
nach einer Insulin-Injektion ist denkbar einfach, hierfür
eignet sich
ein Mixgetränk aus 500ml Wasser, 75-100g einfachen
Kohlenhydraten und
50-75g freien Aminosäuren, alternativ dieselbe Menge an
isoliertem und
optimalerweise bereits hydrolisiertem Whey-Protein. Dieses
Getränk wird
direkt nach der Insulin-Injektion verzehrt. Eine Stunde danach folgt
eine Mahlzeit mit gleichen Mengen Nährstoffen, jedoch in
fester Form
(z.B. Steak mit Reis). Auf Fett wird innerhalb des Wirkungsspektrums
des Insulin vehement verzichtet, da dieses direkt ins Fettgewebe
eingebaut würde. Ausschließlich Kohlenhydrate und
Protein/Aminsäuren
werden während der Wirkungsdauer des Insulin
zugeführt, dies führt zum
gewünschten Muskelaufbau, ohne gleichzeitig Fett aufzubauen.
Während der Wirkungsdauer des Insulin werden folgende
Sicherheitsregeln beachtet:
- Es
wird nicht geschlafen, da hierdurch eine eventuelle Unterzuckerung
nicht bemerkt und ein lebensbedrohlicher Zustand eintreten kann
- Es
sind stets ausreichend einfache Kohlenhydrate zur Hand, um im Falle
einer Unterzuckerung schnellstmöglich reagieren zu
können
- Es
ist im Optimalfall immer eine zweite Person zugegen, die vom Gebrauch
des Insulin weiß und im Notfall Maßnahmen ergreifen
kann
- Es
werden, besonders während der ersten Anwendungen,
halbstündliche Blutzuckertests durchgeführt
- Es
wird ausschließlich ultrakurzwirksames, maximal kurzwirksames
Insulin verwendet
- Direkt
nach der Insulin-Injektion findet eine Nährstofferstversorgung
in Form
eines Kohlenhydrat-/Protein-/Aminosäuren-Getränks
statt
Das
beachten dieser Regeln minimiert das Gefahrenpotential des Insulin
zwar, täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass
dieses Hormon eines der
gefährlichsten überhaupt ist.
Hobbysportler,
die Insulin trotz genannten Gefahrennpotentials verwenden, injizieren
dies lediglich einmal an Trainingstagen, während
Wettkampf-Sportler
aich an Nicht-Trainingstagen Insulin injizieren, oftmals bis zu dreimal
am Tag.
Die
maximale Injektionsmenge an Insulin beträgt 5-20
Internationalen
Einheiten, wobei stets mit der geringsten Dosierung begonnen wird, um
die eigene Reaktion hierauf feststellen zu können.
Regelmäßige
Blutzuckermessungen sind besonders in der Anfangszeit der
Insulin-Anwendung wichtig. Das bekannteste Insulin-Präparat
nennt sich Humalog
und wird von der Arzneimittelfirma Lilly angeboten.
|
 |